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© Ivor Tomić 2008


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Autismus

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, der komplexe Störungen des zentralen Nervensystems zugrunde liegen. In ihrem Zentrum steht eine schwere Beziehungs- und Kommunikationsstörung. Diese behindert auf vielfältige Art und Weise die Beziehung zur Umwelt, die Teilnahme und die Fähigkeit der Eingliederung in eine Gesellschaft. Sowohl kognitive als auch sprachliche, motorische, emotionale und interaktionale Funktionen sind davon betroffen. Die Ursache vermutet man im Zusammenwirken neuropsychologischer und genetischer Faktoren als auch Umwelteinflüsse. Die Behandlung und der Umgang mit Autisten ist den weiteren Verlauf der Störung von Bedeutung. In der internationalen Klassifikation der Erkrankungen (ICD-10) der Weltgesundheitsorganisation werden weitere Definitionsmerkmale genannt:

  • » qualitative Beeinträchtigungen der zwischenmenschlichen Beziehungen
  • » Beeinträchtigung in der Kommunikation und Phantasie
  • » ein deutlich eingeschränktes Repertoire von Aktivitäten und Interessen

Weltweit ist 1% der Erdbevökerung betroffen, davon neigen Jungen eher dazu als Mädchen. Autismus ist nicht heilbar. Betroffene Menschen können sich jedoch durch geeignete Förderungen und angemessene Lernbeteiligungen gut weiterentwickeln.